25 Fragen an Viki

1. Bitte beschreiben Sie Ihr Restaurant und den Stil Ihrer Küche kurz und knapp
Viki: Unser Restaurant gibt es seit 1861 und der Charme des alten Hauses ist ein toller Kontrast zu meinen Asiatisch-Schwarzwälder Gerichten!

2. Sagen Sie in einem Satz, was Ihre Küche besonders macht…
Die hausgemachten Produkte wie Rohmilch-Käse, Brot und Wurst, das Wild aus eigener Jagd, die Kräuter von den Wiesen um uns herum in Kombination mit den asiatischen Einflüssen.
 
3. Ihre gastronomische Philosophie in drei Worten?
Kreativ, verwurzelt und weltoffen.

4. Welches sind Ihre bevorzugten Produkte, welches Ihre Auswahlkriterien?
Ich verarbeite vor allem Wild, Schwarzwälder Rind, wie das Hinterwälder Rind, und Gemüse vom Kaiserstuhl. Dazu Kräuter aus Mamas Garten und Käse aus der Spielweg-Käserei. Die Auswahlkriterien sind vor allem die Qualität, außerdem liebe ich es im Wald und auf den Wiese selbst Kräuter und Pilze zu sammeln!

5. Wo haben Sie kochen gelernt?
Meine Ausbildung habe ich bei Douce Steiner im Hirschen in Sulzburg absolviert – meine 2. Gastronomische Heimat ganz in unserer Nähe.

6. Womit und wie beginnt Ihr Arbeitstag?
Ich muss ja nur die Treppe runter und stehe quasi in der Küche. Ich bringe meine Hund Pinot raus, mache mir einen Cappuccino und checke erst einmal die Lage in der Küche ab! Meistens kommt meine Schwester und sagt an, was am Tag so los ist. Dann beginnt der ganz normale Tagesablauf, in der Küche mit Produzieren, vielleicht noch ein Stündchen an den PC und dann am Abend am Küchenpass!

7. Wie würden Sie sich als Chef beschreiben?
Ich verlange zwar einiges an Fähigkeiten von meinen Mitarbeitern, bin direkt und gleichzeitig offen, verständnisvoll und immer für einen Spaß zu haben. Ich kann Ungereimtheiten im Team nicht vertragen sofort klären – es muss immer zwischenmenschlich passen. Ein schlechte Stimmung kann in der Küche nicht zu einem guten Ergebnis führen. Außerdem verbringen wir alle viel Zeit miteinander. Eine gute Stimmung ist da Grundvoraussetzung.

8. … und wie sehen das Ihre Mitarbeiter?
Genauso! Wir sind ein tolles Team und machen privat vieles miteinander. Eine Runde Siedler von Catan oder Risiko mit einer Flasche Wein geht nach dem Service immer!

9. Was war Ihr Lieblingsgericht als Kind?
Lammcarré mit grünen Bohnen und Kartoffelgratin – das habe ich als Kind in jedem Restaurant gegessen, in das wir mit unseren Eltern gegangen sind. Montags waren wir immer zusammen essen, das war ein festes Ritual!

10. Was war als Kind Ihr Traumberuf?
Schon immer Köchin!

11. Was ist heute Ihr Lieblingsrestaurant (neben dem eigenen)?
Der Hirschen in Sulzburg von Douce Steiner, die Villa Thai in Umkirch und Harald Rüssels Landhaus St. Urban.

12. Wen würden Sie gerne einmal bekochen?
Jamie Cullum und Felix Neureuther

13. Ärgern Sie sich über Kritik?
Wenn sie nicht angebracht ist und aus der Luft gegriffen ist sehr. Ist die Kritik berechtigt und ernst gemeint, dann nehme ich sie mir zu Herzen und versuche es immer mit dem Gast zu lösen. Bis zum Einschlafen ärgere ich mich aber trotzdem.

14. Was war ihr größter beruflicher Erfolg?
Die Aufnahme in das Köche-Netzwerk Jeunes Restaurateurs war schon richtig toll! Die plötzliche Übernahme der Spielweg Küche war meine größte Herausforderung und daher auch ein großer Erfolg das überhaupt hinbekommen zu haben!

15. Und welche berufliche Entscheidung würden Sie gerne rückgängig machen?
Eigentlich gar keine. Alle Küchen und Stationen waren herausfordernd und die Städte und Orte haben mich geprägt. Es gab tolle und weniger tolle Momente, aber aufgeben wollte ich nie!

16. Worüber regen Sie sich auf?
Über schlecht gekochtes Essen und wenn Produkte verderben, weil sie schlecht gelagert oder vergessen wurden. Unehrlichkeit in jeglicher Hinsicht.

17. … und was bringt andere an Ihnen in Rage?
Meine Schwester: Meine Zettelwirtschaft.
Meine Mutter: meine private Unordnung.
Meinen Freund: die Nicht-Einhaltung von genauen Angaben bei Rezepten.

18. Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Humor ist denke ich super wichtig. In der Küche wie auch privat sollte man nicht immer alles zu ernst nehmen. Bei meinem Mitarbeiter spielt im Spielweg das Vertrauen eine sehr große Rolle, es ist alles ein Geben und Nehmen.

19. Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Mein Freund Johannes, ohne ihn wäre vieles nicht so einfach. Er führt die Küche mit mir zusammen, das ist das Beste was mir passieren konnte, Beruf und Familie weiterhin so zu verbinden. Meine Hund Pinot. Und ein gutes Vesper mit allen Freunden, immer auch gerne das hier sehr bekannte Mitternachts-Vesper! Einfach herrlich.

20. Wenn Sie für einen Tag den Job eines anderen übernehmen könnten – welcher wäre das?
Hmm, das ist eine gute Frage über die ich noch nie so richtig nachgedacht habe. Ein Büro-Job wäre jeden Fall nichts, das wäre die absolute Hölle für mich. Vielleicht auch ein Handwerk im weitesten Sinne. Eventuell wäre ein Tag in einer Schreinerei oder als Zimmermann, bzw. -frau etwas … wobei meine handwerklichen Fähigkeiten sind so ca. bei minus Null und ich habe furchtbare Höhenangst. Ich denke, ich sollte in der Küche bleiben.

21. Sie stehen in einer Karaoke-Bar auf der Bühne und müssen vor allen Mitarbeitern ein Lied singen. Welchen Song stimmen Sie an?
Ich hoffe, dass meine armen Mitarbeiter, das nie hören müssen. Denn die beschweren sich schon wenn ich in der Küche vor mich hin trällere, dass es wirklich ganz schrecklich ist. Aber wenn, dann schon eins meiner Lieblingsklassiker vielleicht: Wonderwall von Oasis – da könnte ich immerhin den Text.

22. Drei touristische Geheimtipps: Was sollten Gäste unbedingt sehen/erleben, die in Ihre Region kommen?
Skifahren am Haidstein im Obermünstertal, Vespern auf dem Schauinsland mit einer Flasche Wein und einen Wurstkurs bei meinem Papa belegen.

23. Was haben Sie zu Hause immer im Kühlschrank?
Luftgetrockneten Schinken, Wassmer-Wein und eine gute Schachtel Pralinen (ohne Alkohol ) oder Macarons.

14. Und was wäre Ihre Henkersmahlzeit?
Eine riesengroße Sushi- und Sashimi-Platte

15. Geht Liebe wirklich durch den Magen?
Definitiv – ein Abend mit gutem Essen und guter Unterhaltung mit den besten Freunden und meinem Freund ist nicht zu übertreffen. Was es da gibt ist egal, es muss nur gut gekocht sein und gute Produkte verwendet werden, dann kann es von Pizza bis Sushi bis zum Sternchenessen alles sein!! Hauptsache es wurde mit Liebe zubereitet.

Zum Artikel auf tageskarte.io geht’s hier.

Das Portal Tageskarte hat Viki 25 Fragen gestellt und die Antworten wollen wir Euch nicht vorenthalten.
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